Die Vorabpauschale sorgt seit ihrer Einführung für Unsicherheit bei Anlegern. Viele wissen gar nicht genau, was es mit dieser Steuer auf sich hat und welche Auswirkungen sie auf ihr Investment hat. Doch gerade, wenn Sie in ETFs oder Investmentfonds investieren, ist es wichtig, sich mit der Vorabpauschale zu beschäftigen – denn sie kann Ihre Rendite erheblich schmelzen lassen. In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, was die Vorabpauschale ist, wie sie berechnet wird und warum eine Fondspolice eine clevere Möglichkeit sein kann, diese Steuer zu sparen. Wenn Sie Ihr Geld steueroptimiert anlegen möchten, sollten Sie unbedingt weiterlesen!
Was ist die Vorabpauschale?
Die Vorabpauschale ist eine Steuer, die Anleger auf Investmentfonds zahlen müssen. Sie wurde mit der Investmentsteuerreform eingeführt und dient dazu, eine Besteuerung der Kapitalerträge sicherzustellen, auch wenn diese noch gar nicht realisiert wurden. Das bedeutet: Selbst wenn Ihr Fonds keine oder nur geringe Ausschüttungen vornimmt, müssen Sie dennoch eine Steuer entrichten. Die Vorabpauschale wird jedes Jahr im Januar fällig und berechnet sich auf Basis eines fiktiven Ertrags. Das kann besonders problematisch sein, wenn Sie mittel- bis langfristig z.B. für Ihre Altersvorsorge investieren. Denn hier greifen Sie Ihr Kapital nicht an – müssen aber trotzdem Steuern zahlen.
Wie wird die Vorabpauschale berechnet?
Die Berechnung der Vorabpauschale ist etwas komplex, aber ich erkläre es Ihnen einfach:
- Basiszins: Die Berechnungsgrundlage ist ein vom Bundesfinanzministerium festgelegter Basiszins (Aktuell 2,53 % für 2025). Dieser wird jährlich angepasst und orientiert sich an den langfristigen Renditen deutscher Staatsanleihen.
- Wert des Fondsanteils: Die Vorabpauschale wird auf den Wert des Fondsanteils zu Beginn des Jahres angewandt.
- Pauschaler Ertrag: Der Basiszins wird mit 70 % des Fondsanteilwerts multipliziert. Ergibt sich daraus ein niedrigerer Wert als die tatsächliche Wertsteigerung des Fonds, gilt dieser fiktive Ertrag als Vorabpauschale.
- Steuerliche Behandlung: Die errechnete Vorabpauschale wird mit der Kapitalertragssteuer von 25 % sowie ggf. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer besteuert.
Ein Beispiel:
- Ihr Fondsanteil hat zum Jahresbeginn einen Wert von 10.000 Euro.
- Der Basiszins beträgt 2 %.
- Die Vorabpauschale wird mit 70 % angesetzt: 10.000 Euro x 2 % x 70 % = 140 Euro.
- Darauf fallen 25 % Kapitalertragssteuer an: 35 Euro Steuerlast.
Auch wenn 35 Euro nicht viel erscheinen, können diese Beträge sich bei längerer Haltedauer summieren und die Rendite schrittweise verringern.
Warum ist die Vorabpauschale problematisch?
Die Vorabpauschale sorgt dafür, dass Sie bereits Steuern zahlen müssen, obwohl Sie keinen Gewinn realisiert haben. Das kann besonders problematisch sein, wenn Sie Ihr Kapital langfristig investieren und keine Erträge entnehmen möchten.
Zusätzlich gibt es Situationen, die zu beachten sind:
- Sie müssen Liquidität bereitstellen: Da die Steuer automatisch von Ihrem Depot abgebucht wird, kann es sein, dass Sie extra Geld vorhalten müssen.
- Steuerliche Doppelbelastung: Obwohl die Vorabpauschale beim Verkauf des Fonds teilweise angerechnet wird, kann es durch die Besteuerung der Endrendite zu einer zusätzlichen Belastung kommen.
- Thesaurierende Fonds (hier werden Erträge wie Dividenden nicht ausbezahlt sondern verbleiben im Fonds) sind betroffen: Besonders bei diesen Fonds ist die Vorabpauschale relevant, da Sie hier bewusst auf Ausschüttungen verzichten, um den Zinseszinseffekt zu nutzen.
Die Lösung: Fondspolicen als steueroptimierte Alternative
Eine hervorragende Möglichkeit, die Vorabpauschale zu umgehen, ist die Investition in eine Fondspolice. Doch was genau ist eine Fondspolice?
Eine Fondspolice ist eine Geldanlage in einem Versicherungsmantel, bei der Ihr Kapital in Investmentfonds angelegt wird. Der große Vorteil gegenüber einem herkömmlichen Depot: Innerhalb der Versicherungshülle gibt es keine Vorabpauschale und keine laufende Besteuerung der Erträge.
Die Vorteile einer Fondspolice
- Keine Vorabpauschale: Die gefürchtete Steuer entfällt, da das Investment innerhalb der Versicherung steuerlich anders behandelt wird.
- Steuerstundung: Erträge müssen erst bei Auszahlung versteuert werden, wodurch Sie den Zinseszinseffekt optimal nutzen können. Es gibt in der Ansparphase keine Abgeltungssteuer!
- Geringere Endbesteuerung: Wählen Sie eine Auszahlung als Rente oder lassen Sie sich das Kapital im Rentenaltern auszahlen, profitieren Sie von einer reduzierten Steuerlast.
- Flexibilität: Sie können Fonds innerhalb der Police wechseln, ohne dass dabei Steuern anfallen.
- Erbschafts- und Schenkungsvorteile: Fondspolicen können strategisch genutzt werden, um Vermögen steueroptimiert weiterzugeben.
Beispiel: Wie viel Sie mit einer Fondspolice sparen können
Angenommen, Sie investieren über 30 Jahre monatlich 200 Euro, dann ist Ihr Kapital nach Steuern aus der Fondspolice um über 4.000 Euro höher. Bei einer für die Altersvorsorge nötigen lebenslangen Rente ist die bei der Fondspolice mit 680 Euro um über 240 Euro höher, als aus einer Fonds Direktanlage! Im Todesfall ist der unterschied für Ihre Hinterbliebenen noch viel gravierender. Hier liegt der Vorteil der Fondspolice bei über 23.000 Euro nach Steuern!
Hier der Link zum Berechnungsbeispiel! Sehr gerne kann ich ihnen für Ihre spezielle Situation eine solche Berechnung erstellen! Berechnungsbeispiel Fondspolice Fonds Direktanlage, 09.03.2025
Fazit: Handeln Sie jetzt und sparen Sie Steuern!
Die Vorabpauschale kann Ihre Rendite belasten und stellt eine laufende Steuerbelastung dar, selbst wenn Sie Ihr Investment nicht verkaufen. Eine Fondspolice bietet Ihnen die Möglichkeit, diese Steuer zu sparen, Ihr Kapital effizienter wachsen zu lassen und langfristig eine höhere Auszahlung zu erzielen.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie mit einer Fondspolice steueroptimiert investieren können, kontaktieren Sie mich jetzt für eine unverbindliche Beratung. Ich helfe Ihnen gerne dabei, die beste Strategie für Ihre finanzielle Zukunft zu finden!